Hallo zusammen,
ich schreibe normalerweise keine Neuigkeiten, die dann per Mail an euch gehen, in so kurzen Intervallen. Darum möchte ich mich vorab für den kurzen Zeitabstand entschuldigen.
In eurem Profil könnt ihr übrigens die Benachrichtigung bei Ankündigungen ein bzw. ausschalten. Ankündigungen schreiben wir aber äußerst selten.

So nun zum Grund dieser Mitteilung "Mein persönlicher Alptraum":
Bei dem Versuch Linux-Befehle in einer ungünstigen Reihenfolge hintereinander zu schreiben und dann auch noch auszuführen, hat zu einem kompletten Verlust der Datenbank geführt.
In meiner unermesslichen Überheblichkeit habe ich auf ein direktes Backup verzichtet.
Da ich meinen PC, sowie Notebook vor kurzem neu installiert habe, waren auch alle lokal gesicherten Backups im endgültigen Ruhestand.
Ihr könnt euch wohl vorstellen wie ich in den Monitor geschaut habe, als ich auf dem Server die DB gesucht habe und selbstverständlich im ersten Moment in keinster Weise gedacht habe, das es mein frei kreierter Befehl war, der die DB weggebeamt hat.
Ok, mit massiver Unterstützung eines Freundes, haben wir versucht die aktuell nicht sichtbaren Daten von der Festplatte zu kratzen, (wie auch bei Windows-Systemen wird auch unter Linux nur die Verlinkung (iNode) zu den Daten gelöscht).
Damit der Festplattenbereich nicht überschrieben wird, mussten wir alle Prozesse stoppen.
Beim ausprobieren ist uns aufgefallen das auf dem Server noch eine alte Sicherung lag, die aber mehrere Monate da schon lag. Also eigentlich auch unbrauchbar.
Nachdem wir die Rohdaten (ohne einen sinnigen Namen) mit Boardmitteln wieder beschafft hatten, mussten wir diese irgendwie zuordnen. (1 Tabelle besteht aus 3 Dateien und derer haben wir 50 also 150 von 900 zurückgesicherten Dateien)
Nach vielen Tricks, Teilerfolgen und Rückschlägen mussten wir feststellen das dies Jahre dauert und die erste Nacht schon mal um war. Da ich berufstätig bin, musste ich wenigstens 2 Stunden schlafen um auf der Arbeit nicht umzufallen. Reicht für einen ITler eigentlich auch.

Dann haben wir herausgefunden das MySQL (ähnlich wie MS) eine Art Transactionlog (Binärdatei) mit schreibt, in der sämtliche Aktionen/Befehle zur DB mitgeloggt werden.
So, jetzt hatten wir ja eine alte Sicherung und ein Protokoll von Aktionen.
"Daraus lässt sich doch was machen", haben wir uns gedacht. Nach intensiven Internetrecherchen (ein Lob auf die Suchmaschinen und
www.mysql.com) haben wir die Lösung gehabt.
Wir haben die alte Sicherung eingespielt und aus dem LOG die Daten exportiert ab dem Zeitstempel der Sicherung bis heute. Diese Daten haben wir dann quasi nochmal ablaufen lassen. Der Server durfte 1 GB an Befehlen mal eben abarbeiten.
Führte zwar dazu das der Server bei 96% Auslastung war, aber wir waren fast wieder online.
Diverse Tabellenstrukturen waren nicht sauber definiert bzw. nicht funktionstüchtig, aber die konnte ich heute händisch gerade ziehen.
Ich hoffe ich habe nichts übersehen, sollte euch ein Fehler auffallen so meldet euch bitte umgehend.
CS-Foren ist wieder freigegeben und Online!!!! Also kommt schnell wieder
